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TECHNIK
 

Wozu Abwasserreinigung?
Über den Weltmeeren verdunstet Wasser, bildet Wolken, die Regen bringen. Das versickernde Regenwasser wird als Trink- und Brauchwasser in die Städte gepumpt. Der Mensch verschmutzt dieses Wasser. Um Bäche und Flüsse sauber zu halten und um den Wasserkreislauf in Richtung Meer wieder zu schließen, muss das verschmutzte Wasser in Klärwerken gereinigt werden.

Die Kläranlage
Das mechanisch-biologische Klärwerk arbeitet nach dem Prinzip der natürlichen Selbstreinigung der Gewässer. Das Abwasser wird hier in zeitlich geraffter Form stufenweise geklärt. Das gereinigte Klarwasser wird durch eine ca. 1,7 km lange Druckleitung in die "Neue Weschnitz" gefördert. Der anfallende Schlamm wird in Faulbehältern ausgefault. Hierbei wird Klärgas gewonnen und in Strom und Wärme umgesetzt.

Das Labor des Klärwerks überwacht kontinuierlich den Klärbetrieb, die Qualität der Weschnitz und die Einleitung von Abwasser aus einzelnen Betrieben.
Das Klärwerk wird rund um die Uhr mit drei Schichten gefahren. Drei Meister und 27 Elektriker, Schlosser und Helfer sind hierfür verantwortlich. In dem Labor arbeiten zwei und in der Verwaltung drei Personen.

Man glaubt nicht, was alles aus dem Abwasser gefiltert wird: Speisereste, Kleidung, Zeitungen und viele andere Kuriositäten bis hin zu ganzen Fahrrädern. Speisereste gehören nicht in die Toilette, denn ganze Rattenscharen ernähren sich hiervon. Sie klettern sogar in Abwasserrohren bis ins siebte Stockwerk. In die Toilette gehört nur Ihr "Produkt" und Toilettenpapier. Auch keine Papierwischtücher, denn diese zerfasern nicht und müssen teuer entsorgt werden.


 

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Auslegungsdaten

Ausbaugröße 230.000 EW
angeschlossen ca. 190.000

Abwassermengen
22.000 - 130.000 m3/d
12.500.000 - 18.500.000 m³/a
Maximaler Energiebedarf ca. 1.500 kW
Energiebedarf je Einwohnergleichwert ca. 18,5 kWh / EW x Jahr

Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB5) 10.100 kg/d
Gesamtstickstofffracht (TKN) 2.210 kg/d
Gesamtphosphorfracht (Pges) 270 kg/d

Zulässige Ablaufwerte
- CSB Rest-Konzentration 40,0 mg/l
- BSB5 Rest-Konzentration 15,0 mg/l
- Nges Rest-Konzentration 13,3 mg/l
- Pges Rest-Konzentration 1,0 mg/l
Reinigungsleistung Erforderlich Leistung in 2006
CSB 90% 96 %
TKN 75% 86 %
Pges 90% 98 %


Schlammmengen:
Vorklärschlamm
300 m³/d, Feststoff bei 2,5% = 7,5 t/d
eingedickt im Voreindicker auf 5% = 150 m³/d

Überschussschlamm
1.220 m³/d, Feststoff bei 0,9% = 11,0 t/d
maschinelle Eindickung auf 6% = 180 m³/d

Rohschlamm gesamt
330 m³/d

Faulschlamm
300 m³/d, Feststoff bei 4% = 12,0 t/d

Schlammkuchen
aus den Kammerfilterpressen mit 27 % = 27 t/d = 10.000 t/a

Hauptbauwerke:
Einlaufhebewerk
4 Schneckenpumpen, je 270 l/s
1 Schneckenpumpe 430 l/s
Gesamtförderleistung 1.510 l/s

Rechenanlage
3 Kletterrechen mit je 1,25 m Breite
1 Rechengutschneckenpresse 3 m³/h

Sandfang
2 Sand- und Fettfangkammern, je 440 m³

Vorklärung
3 Drillingsvorklärbecken, je 900 m³, davon eines als Reserve

Belebung
2 Belebungsstraßen, bestehend aus je 6 Kaskaden, je 16.500 m³
4 Rezirkulationspumpen, je 500 l/s
16 Rührwerke, je 1,5 kW
16 Rührwerke, je 2,3 kW

Gebläsestation
4 Turbogebläse, maximaler Luftdurchsatz je 11.000 m³/h

Nachklärung
3 Rundbecken, je 7.250 m³

Rücklaufschlammpumpwerk
4 Rücklaufschlammpumpen, je 250 l/s

Schlammeindickung
2 Rohschlammeindicker, je 900 m³
2 Nacheindicker, je 900 m³
1 Siebbandeindicker 80 m³/h
1 Trommeleindicker 25 m³/h

Faulung
3 Faulbehälter, je 4.700 m³

Gasspeicher
1.500 m³
Schlammentwässerung
2 Kammerfilterpressen, je 12 m³/h

Faulgasverwertung
3 Gasmotoren, elektrische Leistung je 180 kW, thermische Leistung je 200 kW
1 Gasmotor, elektrische Leistung 420 kW, thermische Leistung 500 kW
Ertrag ca. 3.000.000 kWh/a

Solartechnik
2.800 m² Fotovoltaik
maximale Leistung 320 kW
Ertrag ca. 310.000 kWh/a

in Planung
Gasspeicher 3.000 m³
Schlammlagerplatz mit Solar- und Windtrocknung (im Endausbau ca. 6.000 m²)